Astaxanthin: Was bringt es wirklich?

11. September 2020 Lesezeit: 7 Minuten von Niels

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Astaxanthin: Was bringt es wirklich?
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Astaxanthin ist eines der stärksten Antioxidantien auf dem Planeten. Es handelt sich um eine leuchtend rote Verbindung, die aus Algen gewonnen wird. Sie verleiht dem Fleisch des Wildlachses seine leuchtend rot-orange Farbe.

Was kann ein Algenmolekül für dich tun und wie kannst du es aufnehmen, ohne dich von Plankton zu ernähren? Lies weiter, um mehr über die Vorteile von Astaxanthin zu erfahren.

 

Astaxanthin kann die Sehkraft erhalten

Astaxanthin und die wirkungsvollen Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin verlangsamen und kehren die altersbedingte Augen-Degeneration um. Sie verbessern auch die Sicht, indem sie blendendes Licht und Unschärfe verringern, was den Kontrast ausgleicht.[1][2][3]

Astaxanthin

Astaxanthin hilft Entzündungen zu bekämpfen. Astaxanthin hat in einer Tierstudie besser bei einer Augenentzündung durch eine Infektion geholfen als entzündungshemmende Steroidmedikamente.[4][5]

Astaxanthin schützt dich gegen einen weiteren großen Angriff auf deine Augen: blaues Licht. Du bist den ganzen Tag schädlichem blauen Licht ausgesetzt, das von den Leuchtstoffröhren im Büro und im Lebensmittelladen bis hin zu den vielen Bildschirmen deiner Geräte stammt. Astaxanthin lagert sich in den Augen ab und absorbiert blaues Licht, wodurch deine Augenzellen vor oxidativem Stress geschützt werden.[6][7][8]

 

Astaxanthin hat positive Effekte für die Haut 

Astaxanthin hilft dir wie ein junger Mensch zu sehen und jung auszusehen. Es bremst in menschlichen Zellproben eine Kaskade von Reaktionen, die durch UVA-Strahlen verursacht werden, was darauf hindeutet, dass es die Haut straff hält und Falten verringert.[9] Du kannst es innerlich einnehmen oder du kannst dir topisches Astaxanthin besorgen und es dort verwenden, wo du es benötigst.

Astaxanthin: hat nach nur 8 Wochen der Supplementation:

  • Das Auftreten von Falten verringert
  • Die Größe der Altersflecken verringert
  • Die Feuchtigkeitsspeicherung verbessert
  • Die Elastizität der Haut verbessert[10]

Lachse werden rosa, weil sie eine große Menge Astaxanthin aus Plankton aufnehmen. Wenn du Astaxanthin konsumierst, dann wirst du widerstandsfähiger gegen Sonnenbrände. Es ist wie eine Sonnencreme, die von innen nach außen wirkt, besonders wenn man zu Sonnenbränden neigt. Astaxanthin sammelt sich in jeder Hautschicht an, um deine Haut vor Verbrennungen und Sonnenschäden zu schützen.[11][12]

In Tierversuchen verhinderte Astaxanthin Hauttumore[13] und den Kollagenabbau durch UV-Licht.[14]

 

Astaxanthin schützt dein Gehirn und Nervensystem

Die Forschung am menschlichen Gehirn hat ihre Grenzen. Es ist aus offensichtlichen Gründen viel zu riskant Hirngewebe bei lebenden Subjekten zu entnehmen und es ist schwierig Ursachen und Wirkungen im Gehirn nach dem Tod zu isolieren, weil es so viele Faktoren gibt, die zum Zustand der Zellen beitragen können. Selbst Zellen, die aus lebendem Gewebe entnommen wurden, können sich anders verhalten als lebende Zellen im Körper.

Astaxanthin

Tierstudien helfen uns zu verstehen, was Gehirnzellen unter hochgradig kontrollierten Bedingungen tun und die Forscher konnten die Auswirkungen von Astaxanthin in einer Reihe von Situationen isolieren.

Die Tierforschung über Astaxanthin zeigt, dass Astaxanthin das Potential dazu hat:

  • Den kognitiven Verfall durch Hirnalterung zu verlangsamen[15]
  • BDNF zu erhöhen, einen Wachstumsfaktor der neue Gehirnzellen wachsen lässt und den vorhandenen hilft zu überleben[16]
  • Gehirnschwellungen nach Kopfverletzungen zu verhindern[17]
  • Gehirnzellen vor Schäden durch Giftstoffe zu schützen[18][19]
  • Oxidativen Schaden durch Abfall der Blutversorgung und des Sauerstoffs im Gehirn zu verhindern[20]
  • Die mentale Leistung nach einem Schlaganfall zu verbessern[21]
  • Die Gehirndurchblutung und das Gedächtnis bei Demenzkranken zu verbessern[22]

 

Astaxanthin unterstützt dein kardiovaskuläres System

Dein Herz und deine Lungen lieben Antioxidantien. Oxidativer Stress und Entzündungen tragen zur Plaqueanlagerung in den Arterien bei und Astaxanthinpräparate verringern diese beiden Probleme.[23]

Astaxanthin bietet folgende Vorteile:

  • Verbessert den Blutfluss[24][25]
  • Senkt den Blutdruck[26][27]
  • Schützt vor Blutgerinnseln [28]
  • Verbessert das LDL-Cholesterin[29]
  • Verbessert die Lipidwerte[30]
  • Verringert oxidativen Stress[31]
  • In Tierversuchen hat eine von Astaxanthin abgeleitete Verbindung das Herz vor Schäden durch Herzinfarkte geschützt[32][33][34]

 

Mitochondrien

Stellt dir die Mitochondrien als mikroskopische Kraftwerke in jeder deiner Zellen vor. Sie produzieren Energie in Form von ATP, der Energieform, mit der die Zellen jeden Prozess in deinem Körper antreiben.

Alles was deinen Mitochondrien hilft, wird deine Gesamtenergie auf zellulärer Ebene steigern. Es steigert die gesamte Energieproduktion der Mitochondrien, wodurch jede Funktion in deinem Körper verbessert wird.[35]

Astaxanthin hilft deinen Mitochondrien nicht nur besser zu arbeiten, sondern es schützt sie auch. Es stärkt die Zellmembranen und wehrt schädliche freie Radikale ab.[36] Wenn reaktive Sauerstoffspezies die Membran durchqueren, dann schützt Astaxanthin weiterhin die Mitochondrien, indem es den oxidativen Stress reduziert.[37]

 

Wie du Astaxanthin durch deine Ernährung aufnehmen kannst

 

Der Klassiker – Lachs

Wildlachse fressen eine Menge Plankton, deswegen nehmen sie durch ihre natürliche Ernährung viel Astaxanthin auf. Sockeye-Lachse enthalten das meiste Astaxanthin, weil sie sich fast nur von astaxanthinreichem Plankton ernähren. Meide Zuchtlachs. Zuchtlachse werden mit Pellets gefüttert, die synthetisches Astaxanthin enthalten, das aus Petrochemikalien gewonnen wird.[38]

 

Astaxanthin-Nahrungsergänzung

Astaxanthin-Nahrungsergänzungsmittel gibt es in verschiedenen Formen und nicht alle haben die gleichen wirkungsvollen Eigenschaften.

Du solltest folgendes wissen über die Supplemente wissen:

  • Krill-Öl. Krill-Öl wird als Omega-3-Quelle vermarktet, aber Astaxanthin ist ein noch besserer Grund es zu nehmen. Hol dir beides durch ein hochwertiges Krill-Öl-Supplement
  • Astaxanthin-Tabletten. Lies das Etikett, um zu erfahren, ob das Astaxanthin vom Krill oder von den astaxanthinreichen Algen stammt.
  • Carotinoid-Komplexe. Astaxanthin wird oft mit anderen Carotinoiden kombiniert, um eine starke antioxidative Wirkung zu erzielen. Du solltest auch in diesem Fall die Quelle von Astaxanthin überprüfen, um sicherzustellen, dass es nicht im Labor hergestellt wurde.
  • Synthetisches Astaxanthin. Nimm kein synthetisches Astaxanthin. Es wird mit Petrochemikalien hergestellt und hat nicht die gleichen Eigenschaften wie natürliches Astaxanthin.

Astaxanthin

Du wirst wahrscheinlich nicht jeden Tag Lachs essen, deswegen wird dir ein hochwertiges Astaxanthin-Supplement wie Krill-Öl oder ein Carotinoid-Komplex mit Astaxanthin viele großartige Vorteile bieten.

Machst du dir Sorgen um die Sicherheit? Musst du nicht. Mehrere Studien haben gezeigt, wie sicher die regelmäßige Einnahme von Astaxanthin ist.[39]

Es ist eines der besten Mittel, welches  deine Augen, deine Haut und dein Gehirn stärken kann. 

 

Quellenangaben

[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2285812

[3] https://books.google.com/books/about/Nutritional_Sciences_From_Fundamentals_t.html?id=fPDJqMi9f6gC

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12766075

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16126197

[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18191658

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2049219

[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22858124

[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219323

[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22428137

[11] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17257901

[12] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22428137

[13] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23473626

[14] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22628205

[15] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24326685

[16] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24326685

[17] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27581370

[18] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4791503/

[19] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20828541

[20] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20846510

[21] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15635162

[22] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15635162

[23] http://www.mdpi.com/1660-3397/9/3/447/htm

[24] https://www.jstage.jst.go.jp/article/jaam/6/4/6_4_15/_article/-char/ja/

[25] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15930728

[26] https://www.jstage.jst.go.jp/article/jaam/6/4/6_4_15/_article/-char/ja/

[27] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15930728

[28] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20728920

[29] https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-011-0258-9

[30] https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-011-0258-9

[31] https://link.springer.com/article/10.1007/s11130-011-0258-9

[32] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16010990

[33] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16444582

[34] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15120573

[35] http://www.altmedrev.com/publications/16/4/3…

[36] http://www.altmedrev.com/publications/16/4/3…

[37] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19423317

[38] http://microbialcellfactories.biomedcentral….

[39] https://www.futuremedicine.com/doi/abs/10.22…

 

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